Religionen dieser Welt

 

Das Christentum, der Islam, der Hinduismus, der Buddhismus und das Judentum gelten als die fünf grossen Religionen dieser Welt. Circa 2,1 Milliarden Menschen bekennen sich zum Christentum, etwa 1,3 Milliarden zum Islam. Mit nur 15 Millionen Gläubigen ist das Judentum die kleinste der Weltreligionen. Der Grund dafür liegt darin, dass sowohl Christentum als auch Islam im Gegensatz zu den anderen drei Weltreligonen beständig Missionierung betreiben. Neben den Weltereligionen gibt es unzählige kleinere Glaubensgemeinschaften, wie etwa traditionelle Naturreligionen, Sekten und Kulte. Diese weniger bekannten Religionen werden oft unter dem Oberbegriff "Randreligionen" zusammengefasst.

In der Praxis gestaltet sich die Kategorisierung von Glaubensgemeinschaften in Welt- und Randreligionen schwierig. Es gibt verschiedene theoretische Ansatzpunkte. Meist stellt die Zahl der Anhänger  das wichtigste Kriterium dar, aber auch das Alter der Religion spielt eine Rolle. Nicht selten schwingt dabei der Hauch einer Wertung mit, als werde zwischen "echten" und legitimen Religionen und deren Gegenteil unterschieden. Daher wird heute immer häufiger allumfassend von "Religionen der Welt" oder "Religionen dieser Welt" gesprochen. Auch der Begriff "Religion"  selbst ist schwer zu definieren, und nicht umsonst machen viele Religionswissenschaftler einen Bogen darum.

Den so genannten Weltreligionen kann im Prinzip jederman beitreten, die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Volk ist dazu nicht erforderlich. Im Gegensatz dazu ist bei vielen Naturreligionen aufgrund ihres geringen Verbreitungsradius eine ethnische Zugehörigkeit oft eine implizite Vorraussetzung. Sekten neigen dazu, ihre Mitglieder nach festen Kriterien genau auszuwählen. Anhänger von Naturreligonen vereehren Naturgötter wie den Wind, und das Feuer. Animisten glauben daran, dass in allen belebten und unbelebten Dingen auf der Welt eine Seele oder ein Geist wohnt. Gemeinsam ist allen Religionen lediglich, dass eine relativ große Zahl von Anhängern einen bestimmtem Glauben verfolgt und sich dabei an ein eigenes Regelwerk hält.