Wicca

 

Wicca ist eine religiöse Bewegung, die im Vergleich zu anderen Religionen noch relativ neu ist. Die Anhänger verstehen sie als eine „Religion der Hexen“ und viele Anhänger betiteln sich auch selbst so. Vor allem die Christen sehen im Wicca aber eher so etwas wie einen Hexenkult. Anfangs sprachen die Anhänger sogar selbst in der Art von sich. Das Besondere an der Wicca ist, dass hier einige Parallelen zum so genannten feministischen Kult gezogen werden können, es handelt sich aber im Gegensatz nicht um eine reine Göttinnenanbetung. Denn in der Wicca sind eine Göttin und ein Gott gleichberechtigt und als Partner anzusehen. Sie beide repräsentieren die zwei Pole der Natur. Die Anhänger bezeichnen sich auch selbst als Wicca und verstehen die Religion als Naturreligion, die lange in Vergessenheit geraten war.

Wicca ist eine der Gruppierungen des Neopaganismus, die die meisten Mitglieder zählen. Vor allem im angloamerikanischen Raum gibt es sehr viele Wiccas. Seit 1994 ist Wicca in den USA sogar als Religion anerkannt. Es gibt hier etwa zwei Millionen Anhänger. Wiccas glauben, dass alles eine Einheit ist und dass auch alles miteinander verbunden ist. Das ist die Theorie des Holismus. Die Natur wird dabei als heilig verehrt, denn sie bildet die Grundlage für den Menschen in seiner körperlichen und geistigen Verfassung. Sie spendet dem Menschen Kraft. Gott und Schöpfung werden nicht als getrennt angesehen. Wicca ist eine lebensbejahende Religion, die den Körper und die Natur als heilig betrachtet. Die Anhänger suchen das Glück nicht im Jenseits, so, wie das bei vielen anderen Religionen der Fall ist. Sie verstehen die Welt zudem als einen ständigen Prozess von Leben und Sterben und glauben an die dreifache Wiedergeburt und damit an Karma. Allerdings gehen sie nicht davon aus, dass für jedes Unglück schlechtes Karma verantwortlich zu machen sei.